A-Wst, MHc-10

Manuskript GM-0137
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt drei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0137.

Datierung

Dezember 1823 [!]

Datierungskommentar

Die Entstehungszeit von Rosamunde wurde anhand des Uraufführungsdatums am 20. Dezember 1823 sowie weiterer Quellen, darunter ein Brief Schuberts an Franz Schober, erschlossen.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-10

Material

Umfang 18 Blätter
Beschreibung

4 einzelne Lagen: 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1) + 1 Doppelblatt (Lage 2) + 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 3) + 1 Doppelblatt (Lage 4)

ursprüngliche Bindung

geheftete Lagen

Bindung

lose

Zustand

Bl. b/10v ist leicht verschmutzt. Im Vergleich zu GM-0137_BT-a ist dieses Manuskript sehr gut erhalten.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Blattbreite variiert zwischen 31–31,5 cm. Die Bll. b/10v, b/16v und b/18v sind leer. Alle Blätter waren früher in der Mitte längs gefaltet.

Manipulationen (autograph)

Die Lage 3 bestand ursprünglich aus 4 Doppelblättern und war geheftet. Das separate Doppelblatt (Bll. b/17–18), das heute die Lage 4 bildet, entnahm Schubert offenbar der Lage 3, wobei er das Doppelblatt wendete. Er hatte auf Bl. b/18r zunächst einen Entwurf der ersten 11 Takte des „Andante un poco“ von Nr. 2 notiert, den er dann durchstrich; darunter schrieb er später T. 131–140 von Nr. 9.

Wasserzeichen

Name Typ III-2.B – Anton Kiesling & Sohn
Vorkommen Bll. 1–16
Name Typ III-2.A – Anton Kiesling & Sohn
Vorkommen Bll. 17–18

Papier

Blätter b/1–18
Format quer
Abmessungen 24,5 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,8 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

fest

Papierzustand/-farbe

hellbraun

Eintragungen

Fremdeinträge

Von Carl Anton Spina mit schwarzer Tinte auf dem ersten Blatt jeder Lage Besitzvermerke: auf Bl. b/1r oben rechts „C A Spina, | Eigenthum | d Verlg [= des Verlags]“, auf Bl. b/11r oben rechts „C A Spina, | Verlagshand[lun]g“. Auf beiden Blättern (b/1r, b/11r) unten mittig sowie auf Bl. b/18v oben rechts mit brauner Tinte und dünnerer Feder die Plattennummer der Erstausgabe „19[.]404“. Auf Bl. b/1r unten rechts zudem: „Part. | hoch, klein | v. Pag. 25 an“ und auf Bl. b/11r „Part. | Octav“.

Kommentar

Das Manuskript enthält zahlreiche Eintragungen von verschiedenen Schreibern, darunter diverse Stechereintragungen und -nummerierungen mit Bleistift (unbekannt-0137-e), die wohl erst nach 1850 erfolgten und im Zusammenhang mit der Archivierung und der Einrichtung für die 1866 erschienene Druckausgabe im Verlag Carl Anton Spina, Wien, stehen.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen moderne Foliierung von 1–18 mit Bleistift (unbekannt-0137-h), die teils die Foliierung mit schwarzen Stempelzahlen von 1–16 darunter korrigiert.

Verlagsnummern 19404

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun)
Spina, Carl Anton Besitzvermerk(e) (Tinte schwarz), Hinweis(e) (Tinte braun)
unbekannt-0137-e Stechereintragungen (Bleistift)
unbekannt-0137-f Titel (Bleistift)
unbekannt-0137-h Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0137-i Hinweis(e) (Rötel)

Stempel

Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek I
Titel Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek I
Lokalisation Bll. b/1v, b/4v, b/5v, b/6r, b/7v, b/16v, b/17v unten rechts, Bll. b/2v, b/3v, b/10r, b/12r, b/14v unten mittig, Bl. b/8r mittig links, Bll. b/9v, b/18v oben rechts, Bll. b/11v, b/13v, b/15r mittig rechts

Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek IV
Titel Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek IV
Lokalisation Bl. b/8v unten mittig

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-10
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
März 1824 bis März 1832 Als Leihgabe bei Sauer & Leidesdorf
Frühestens 19. November 1828 bis März 1832 Im Besitz von Ferdinand Schubert [?]
Mindestens März 1832 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie [?]
ca. 1852 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
ca. 1872 bis ca. 1876 Im Besitz von Friedrich Schreiber [Verlag] Wien
ca. 1876 bis spätestens 1897 Im Besitz vom Musikverlag August Cranz Wien
Mindestens 1897 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Franz Schubert stellte die Rosamunde-Partituren im März 1824 Sauer & Leidesdorf zur Verfügung. Unklar bleibt, wann und ob diese überhaupt in den Besitz des Verlages gelangten. Anton Diabelli erhielt die Manuskripte offenbar entweder von Leidesdorf oder über Ferdinand Schubert. So gelangten sie an Carl Anton Spina und dessen Nachfolger. Mindestens seit 1897 war der Manuskriptteil mit Nr. 2 und Nr. 9 schließlich im Besitz von Nicolaus Dumba.

Notate

Notat-Differenzierung

Dieser Bestandteil umfasst 2 Ballets aus Rosamunde: Nr. 2 und Nr. 9.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Dezember 1823 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus sauber, aber flüchtig mit zahlreichen Korrekturen und Durchstreichungen

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r oben links der kaum noch leserliche, ausradierte Titelvermerk mit Bleistift „[aus] Rosamunde von | Franz Schubert“ (unbekannt-0137-f), der mit der Ausstreichung von Schuberts Titel zu korrespondieren scheint.

Auf Bl. b/8v quer über die ganze Seite Eintragungen mit Rötel, die wahrscheinlich von der Uraufführung im Theater an der Wien stammen: „Roth | Prosa“ [recte: Moritz Rott] und „NB wenn der Vorhang aufgeht | andante.“ und am rechten Rand „Prosa | + | NB.“ (unbekannt-0137-i).

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1r oben mittig: „Ballet. No 2“ [mit Bleistift schwach durchgestrichen].

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Dezember 1823 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus sauber, aber flüchtig mit zahlreichen Korrekturen und Durchstreichungen

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/11r oben rechts ausradierter Titelvermerk mit Bleistift „Rosamunde“ (unbekannt-0137-f).

Diverse Stechereintragungen: auf Bl. b/12r oben links über dem Doppelstrich der Vermerk „Fine“; auf Bl. b/12v unter der Akkolade alternative Fassung zu T. 29–32; auf Bl. 14v zu T. 68 der Vermerk „wohl eine Terz | zu hoch ge- | schrieben“; am Rand von Bl. b/16r die Anmerkung „? | wohl a“ (unbekannt-0137-e).

Kommentar

Auf Bl. b/18r notierte Schubert einen Entwurf der ersten 11 Takte des „Andante un poco“ von Nr. 2 (für V. I, II, Va.) sowie die Stimmenbezeichnungen für die gesamte Akkolade. Das Notat strich er dann mehrfach durch und schrieb darunter die letzten Takte (T. 131–140) von Nr. 9.

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/11r oben mittig: „No 9 Ballet. “

Literatur

  • Martin, Christine und Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 9. Rosamunde, Fürstin von Cypern. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2015, S. 21–28.
  • Martin, Christine und Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 9. Rosamunde, Fürstin von Cypern. Kassel: Bärenreiter 2015, S. IX–XIII, 199–220.

Zitation

A-Wst, MHc-10 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0137_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0137], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].