A-Wn, Mus.Hs.27667

Manuskript GM-0136
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt drei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0136.

Datierung

ca. 1819–1820 [!]

Datierungskommentar

Das Opernfragment enthält keine Datierungen. Otto Erich Deutsch datierte die Entstehung zwischen 1817 und 1819, Hilmar gibt mit 1819/20 eine etwas spätere Datierung an. Thomas A. Denny ermittelte anhand von Wasserzeichen und Handschriftencharakteristika für die Entstehungszeit die Eckdaten November 1819 bis Jänner 1820.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

A-Wn, Mus.Hs.27667

Material

Umfang 18 Blätter
Beschreibung

4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2) + 1 Doppelblatt (Lage 3)

ursprüngliche Bindung

lose Faszikel

Bindung

lose

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Blattmaße variieren zwischen 23,5 x 31 cm und 24,5 x 32 cm. In Lage 3 fehlen 3 Doppelblätter (Bll. c/1–6), die als verschollen gelten.

Wasserzeichen

Name Typ I-2.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 9–16
Name Typ I-2.B – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 17–18

Papier

Blätter b/1–18
Format quer
Abmessungen 23,5 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,7 x 25,8 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

gelblich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r oben rechts vermutlich von Carl Anton Spina mit schwarzbrauner Tinte die Zahl „2869“ sowie unten links mit brauner Tinte die Angabe „No. 21-5f.“ (unbekannt-0136-f).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen von fremder Hand auf Bl. b/1r–1v mit Bleistift von 21–22 paginiert (unbekannt-0136-a), das Blatt folgte wohl ursprünglich auf den von 1–20 (Bll. a/29r–38v) paginierten Manuskriptteil (vgl. GM-0136_BT-a). Ab Bl. b/2 setzt sich die Paginierung von anderer Hand fort von 23–68 (unbekannt-0136-g), die Seiten 55–66 fehlen (siehe GM-0136_BT-c). Zudem unten rechts mit Bleistift in der heutigen Manuskriptgestalt durchgängig von 1–18 foliiert (unbekannt-0136-h).

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarz), Gesangstext (Tinte schwarz), Korrekturen (Tinte schwarz, Bleistift)
Spina, Carl Anton Sonstige (Tinte schwarzbraun)
unbekannt-0136-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-f Hinweis(e) (Tinte schwarzbraun)
unbekannt-0136-g Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-h Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-i Titel (Farbstift violett)

Stempel

Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek I
Titel Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek I
Lokalisation Bl. b/2v unten mittig, Bll. b/3r, b/4v, b/5v, b/6v, b/7r, b/8v, b/9v, b/10r, b/11r, b/12v, b/13v, b/14v, b/15v, b/16r, b/17r, b/18r mittig

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung (A-Wn), Wien
Signatur Mus.Hs.27667
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition 4. November 1946

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis Dezember 1868 Im Besitz von Eduard Schneider
Frühestens Dezember 1868 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
ca. 1872 bis ca. 1876 Im Besitz von Friedrich Schreiber [Verlag] Wien
ca. 1876 bis ca. 1945 Im Besitz vom Musikverlag August Cranz Wien
ca. 1945 bis 4. November 1946 Im Besitz von Alwin Henry Cranz
Kommentar

Das Manuskript gelangte nach Ferdinand Schuberts Tod an Eduard Schneider. Zu Schneiders Nachlass gehört ein undatierter Zettel, auf dem er die in seinem Besitz befindlichen Sätze aus Adrast notiert hatte: „Adrast Oper v. Mayrhofer | Introd. And. molto Adrast u Chor d. Hirten | Duett Allo mod. Atys. u Arianys. | Aria Adrast (Modto) Tenor | Aria (Baß) Crösus, Andte molto | Aria Adrast (Andante) | Chor der Myser, u. Krösus | Instrumentalsatz (Emoll) | Crösus, Arianys | etc etc“. Demnach müssen alle Manuskriptbestandteile damals noch zusammen gewesen sein. Die Abspaltung der Bll. b/1–18 und der Verlust der Bll. c/1–6 hängt mit der Aufführung der beiden Sätze (Nr. 6 und Nr. 7) zusammen. Vermutlich lieh Johann Herbeck die Manuskriptteile von Schneider zum Abschreiben der Vokal- und Orchesterstimmen. Nach der Aufführung am 13. Dezember 1868 dürfte Herbeck das Manuskript nicht an Schneider zurückgegeben haben – möglicherweise erhielt er es zum Geschenk. Die weitere Geschichte des Manuskripts ist erst wieder ab 1946 nachvollziehbar, als es von Alwin Cranz an die Österreichische Nationalbibliothek verkauft wurde.

Notate

Notat-Differenzierung

Dieser Bestandteil der Oper Adrast umfasst eine vollständig ausgeführte Nummer (Nr. 6), eine fragmentarische Nummer (Nr. 7) sowie ein Entwurfsfragment (D [1. Bruchstück]).

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit Korrekturen und Eintragungen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r am unteren Rand mit violettem Farbstift: „Franz Schubert. Adrast, Oper Text von Joh. Mayrhofer Fragment, Intr & Duett, comp 1815 (?)“ (unbekannt-0136-i).

Titel/Kopftitel

[Instrumentalsatz]

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / unvollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit Korrekturen und Eintragungen mit Bleistift (darunter mehrere Angaben zu Kürzungen)

Eintragungen

Kommentar

Das Notat umfasst die T. 1–174. Der Schlussteil war vermutlich auf den 3 heute verschollenen Doppelblättern Bll. c/1–6 (GM-0136_BT-c) notiert.

Titel/Kopftitel

[Duett]

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus eines flüchtigen ersten Entwurfs: das Bruchstück der Arie ist heute nur noch in Gestalt eines Doppelblatts überliefert. Auf Bl. b/18v folgte vermutlich direkt Bl. a/39 (vgl. GM-0136_BT-a).

Eintragungen

autographe Einträge

Schubert skizzierte auf den zwei erhaltenen Seiten nur Singstimme und Bass sowie auf Bl. b/18v ansatzweise Instrumentalstimmen.

Kommentar

Der Beginn des Arien-Entwurfs war vermutlich auf den 3 heute verschollenen Doppelblättern Bll. c/1–6 (GM-0136_BT-c) notiert, im Anschluss an den Schluss von Nr. 7.

Literatur

  • Aschauer, Mario: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 12. Adrast. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2011, S. 14–16.
  • Aschauer, Mario: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 12. Adrast. Kassel: Bärenreiter 2010, S. IX–XVI, 207–217.

Zitation

A-Wn, Mus.Hs.27667 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0136_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0136], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].