S-L, Taussig H 10

Manuskript GM-0105
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den ersten von insgesamt zwei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0105.

Datierung

29. August 1815 / 6. September 1815

Datierungskommentar

autographe Datierungen

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

S-L, Taussig H 10

Material

Umfang 1 Blatt
Beschreibung

1 Einzelblatt

Bindung

lose

Zustand

Das Papier ist stark vergilbt und leicht fleckig.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Es handelt sich bei Bl. a/1v um die Vorderseite, wenn man von der Papierbeschaffenheit ausgeht, um die Rückseite jedoch, wenn man Schuberts Gebrauch bedenkt.

Der Rastralspiegel reicht in der Breite von 24,6–25,5 cm.

Papier

Blätter a/1
Format quer
Abmessungen 23 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben und links

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. a/1r oben rechts mit schwarzbrauner Tinte Ferdinand Schuberts charakteristische Zählung „30“. Oben links mit Rotstift die Zahl „36“, rechts davon mit Rötel Anton Diabellis Zählung „24“. Links vom Titel mit schwarzbrauner Tinte von Johann Wolf „nicht gestochen“, unten links Wolfs Liedzählung „22“. Am rechten Rand, vertikal zur Akkolade, Besitzvermerk mit schwarzbrauner Tinte: „C A Spina“. Am rechten Rand unten, horizontal zur Akkolade, mit Tinte: „4 Platten | Partitur und | Stimme“ (unbekannt-0105-a), darunter von Wolf ein zweites Mal: „nicht gestochen.“

Auf Bl. a/1v oben links mit Rotstift die Zahl „35“, darunter mit Bleistift die Zahl „2“ (unbekannt-0105-b), rechts davon mit Rötel Anton Diabellis Zählung „25“. Über dem Titel Besitzvermerk mit schwarzer Tinte: „C A Sp“ (mit Bleistift durchgestrichen). Unten links mit schwarzbrauner Tinte Wolfs Liedzählung „23“. Rechts am Rand mit schwarzbrauner Tinte von Spina „2 Platten hochformat“, unten rechts „CASp [?] / gestochen“. Am Ende des Liedes von Spina die Zahl „16761“ (korr. aus „13761“).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Unten außen wohl Paginierung mit Bleistift von 2–3, entsprechend Bl. 1r–1v (unbekannt-0105-c).

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte braun), Gesangstext (Tinte braun), Titel (Tinte braun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte braun), Korrekturen (Tinte braun)
Schubert, Ferdinand Manuskriptnummerierung (Tinte schwarzbraun)
Anton Diabelli und Compagnie Manuskriptnummerierung (Rötel), Umnummerierung(en) (Rotstift)
Wolf, Johann Hinweis(e) (Tinte schwarzbraun), Manuskriptnummerierung (Tinte schwarzbraun), Sonstige (Tinte schwarzbraun)
Spina, Carl Anton Besitzvermerk(e) (Tinte schwarzbraun), Hinweis(e) (Tinte schwarzbraun)
Weiser Gesangstext (Tinte schwarz)
unbekannt-0105-a Stechereintragungen (Tinte schwarz)
unbekannt-0105-b Manuskriptnummerierung (Bleistift)
unbekannt-0105-c Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0105-d Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0105-e Stechereintragungen (Bleistift)

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Universitetsbiblioteket Lund (S-L), Lund
Signatur Taussig H 10
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 2. August 1969

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis 29. November 1829 Im Besitz von Ferdinand Schubert
29. November 1829 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie
ca. 1852 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
ca. 1872 bis ca. 1876 Im Besitz von Friedrich Schreiber [Verlag] Wien
ca. 1876 bis ca. 1945 Im Besitz vom Musikverlag August Cranz Wien
ca. 1945 bis spätestens ca. 1952 Im Besitz von William Albert Cranz
Frühestens ca. 1946 bis Oktober 1952 Im Besitz von Monique Cranz Brüssel
Oktober 1952 bis 2. August 1969 Im Besitz von Otto Taussig Malmö
Kommentar

Das Manuskript kam über die Nachfolgeverlage von Anton Diabelli in den Besitz von William Albert Cranz, spätestens anlässlich der Teilung des Nachlasses zwischen Alwin Henry Cranz (Wien) und William Albert Cranz (Brüssel) im Jahr 1945/46. Es gelangte schließlich in den Besitz von Otto Taussig, der das Manuskript von Monique Cranz, Tochter von William Albert Cranz, erworben haben soll.

Notate

Notat-Differenzierung

Auf Bl. a/1r notierte Schubert in der 1. und 2. Notenzeile den Entwurf zu einer 1. Bearbeitung von D 277 (T. 1–7). In der 3. Notenzeile beginnt das Kompositionsmanuskript von D 277 in der 2. Bearbeitung. Auf Bl. a/1v notierte Schubert das Lied D 283.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Particell / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
  • Bl. a/1r: D deest [Punschlied, 1. Bearbeitung]
Datierung

29. August 1815

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schubert notierte 7 Takte auf 4 Systemen, wobei die Klavierstimme leer blieb. Der Entwurf bricht nach dem 1. Takt in der 2. Akkolade (T. 7) ab und ist bis auf Titel und Datierung vollständig durchgestrichen.

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. a/1r oben rechts datiert: „29. Aug. 1815.“ Der Entwurf (T. 1–7) ist durchgestrichen.

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „Punschlied.

Datierungsangaben

Datum Position Text
29. August 1815 Bl. a/1r oben rechts

„29. Aug. 1815.“

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

29. August 1815 [!]

Datierungskommentar

Es ist anzunehmen, dass Titel und Datierung der 1. auch für die 2. Bearbeitung gelten.

Beschreibung

Schriftduktus eines hastigen Kompositionsmanuskripts mit einigen Korrekturen. Das Notat ist eingerückt und beginnt in der 3. Notenzeile. T. 1–12 notierte Schubert auf 3 Systemen, T. 13–16 auf 2 Systemen. Die gesamte Seite ist mit Bleistift durchgestrichen (unbekannt-0105-d).

Eintragungen

autographe Einträge

Der Singstimme ist nur die 1. Strophe des Textes unterlegt.

Fremdeinträge

Am linken Rand, vertikal zur Akkolade, mit Tinte von Johann Wolf: „Im Repertorium ist noch verzeichnet: | Punschlied im Norden zu singen Ged. von Schiller et vide das ursprüngliche Manuscript sub N 6 gegenwärtiger Abtheilung II.“ Am rechten Rand, vertikal zur Akkolade, links neben dem Besitzvermerk Spinas, von Wolf: „Unter der Aufschrift: zum Punsche | Text von Mayrhofer erschien ein | Lied für 1 Singstimme sub Nachl. 44³ Verl. N. 8821“. Auf den frei gebliebenen Systemen wurden mit schwarzer Tinte die Strophen 2–6 von Weiser, einem Kopisten der Sammlung Witteczek-Spaun, nachgetragen, ebenso der Name des Textdichters: „Schiller.“

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „Punschlied.“ [ursprünglich für die 1. Bearbeitung]

Datierungsangaben

Datum Position Text
29. August 1815 Bl. a/1r oben rechts

„29. Aug. 1815.“

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

6. September 1815

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen ersten Niederschrift mit einigen Korrekturen

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. a/1r oben rechts datiert: „Den 6. Sept. 1815.“ Unten rechts, am Ende des Liedes, ist der Textdichter angegeben: „Schiller. “

Fremdeinträge

Sticheinteilungen mit Bleistift sowie einzelne Korrekturen für den Stich (unbekannt-0105-e). Oben rechts mit Tinte von Johann Wolf: „op. 172 – 6 Lieder N 5 | 16761 | aus dem | Nachlaße“. Links am Rand von Wolf: „Im Repertorium sind noch verzeichnet: | An den Frühling derselbe Text, das Autograph vide N 5 Abth. III, eine | Copie hievon vide N 2 Abth V | Im Frühling, Text von Schulze, erschien sub Nachl. 25 N 2 Verl. N 5029 | auch bei Kistner ohne Opuszahl“. Rechts am Rand von Wolf: „An den Frühling Text derselbe von Schiller, für 4 Männerstimmen | Eine Copie vide N 9° Abth. IX“, unten rechts: „sub 6 Lieder aus dem Nachlaße | opus 172 N 5“. Unter dem Lied notierte wohl wiederum Weiser die 2. Strophe des Textes.

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/1v oben mittig: „An den Frühling.

Datierungsangaben

Datum Position Text
6. September 1815 Bl. a/1v oben rechts

„Den 6. Sept. 1815.“

Literatur

  • Martin, Christine und Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie III: Mehrstimmige Gesänge. Band 3. Mehrstimmige Gesänge für gleiche Stimmen mit Klavierbegleitung. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2021, S. 57–60.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 9. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2014, S. 79–81.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 11. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2005, S. 255–258.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 3/Teil a. Kassel: Bärenreiter 1982, S. XXV.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 3/Teil b. Kassel: Bärenreiter 1982, S. 508, 552.

Zitation

S-L, Taussig H 10 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0105_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0105], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].