A-Wn, Mus.Hs.27665

Manuskript GM-0134
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

20.–30. Juni 1826

Datierungskommentar

Die beiden autographen Datierungen entsprechen sehr wahrscheinlich Beginn und Ende der Niederschrift.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

A-Wn, Mus.Hs.27665

Material

Umfang 34 Blätter
Beschreibung

eingelegt in 1 Doppelblatt: 1 Doppelblatt + 2 ineinandergelegte Doppelblätter + 1 Einzelblatt + 1 Halbseite (Lage 1, ursprünglich 4 ineinandergelegte Doppelblätter) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 3) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 4)

ursprüngliche Bindung

geheftet

Bindung

lose

Zustand

Das Papier ist insgesamt nur leicht vergilbt, die Bll. 1r und 34v sind stärker vergilbt.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Blattmaße variieren zwischen 31,5–32 cm x 25–25,5 cm. Die Bll. 9v und 34r–34v sind leer.

Manipulationen (autograph)

Im Zuge von Korrekturen veränderte Schubert die Zusammensetzung der Lage 1, die ursprünglich 4 ineinandergelegte Doppelblätter umfasst hatte: Er entfernte Bl. 2 und ersetzte dieses durch 1 Doppelblatt, so dass die zu Bl. 2 zugehörige Doppelblatthälfte als 1 Einzelblatt (Bl. 8) verblieb. Zudem fügte er der Lage mit Bl. 9 ein halbiertes Einzelblatt hinzu, auf dem er einen Abschnitt des 1. Satzes ergänzte.

Wasserzeichen

Name Typ III-7.B – Anton Kiesling & Sohn
Vorkommen Bll. 1, 4–8, 10–12, 14–15, 17–18, 27–34
Name Typ III-7.A – Anton Kiesling & Sohn
Vorkommen Bll. 2–3, 13, 16, 19–26
Name III-7
Vorkommen Bl. 9

Papier

Blätter 1–8, 10–34
Format quer
Abmessungen 25 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25,8 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Blätter 9
Format quer
Abmessungen 12,8 x 31,8 cm
Anzahl Notenzeilen 9
Papierschnitt

oben und unten

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r oben rechts mit Bleistift Ferdinand Schuberts Zählung „X“ (bez. Streichquartette).

Auf Bl. 1r oben links neben dem Titel mit schwarzbrauner Tinte „op 161“, daneben: „VerlagsN: 9099“. Am rechten Rand von Carl Anton Spina: „1850 gestochen“, am unteren Rand „Verlags-Eigenthum der K.K. HofMusikalienhandlung CA Spina | in Wien“, dazwischen in kleinerer Schrift, mit Rötel unterstrichen, „Partitur in Octav“, darunter „21,598“, am rechten Rand, vertikal zur Akkolade, von Spina: „32 1/2 Blatt | 1 – unbeschrieben“ sowie unten links, unter den Resten eines erbrochenen roten Siegels, die Zahl „9“.

Kommentar

Schriftduktus einer Notation in mehreren Entwurfsschichten: Schubert scheint in weiten Abschnitten zunächst die Hauptstimmen (V.I und/oder Vc) mit hellerer Tinte notiert zu haben, wovon sich die restlichen mit dunklerer Tinte geschriebenen Stimmen teils absetzen.

Das Manuskript weist zahlreiche Bleistiftnotizen fremder Hand auf, die der Erstellung von Stimmenabschriften geschuldet sein dürften. Diese Stimmenabschriften waren wahrscheinlich Vorlage für die Erstausgabe in Stimmen (Diabelli) sowie für die spätere Erstausgabe in Partitur (Spina).

Lagenzählung/Paginierung autograph

Oben außen von 1–63 auf den Recto-Seiten, mit einigen Unregelmäßigkeiten und Sprüngen, mit schwarzbrauner Tinte von Schubert paginiert.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen von 1–34 mit roter Tinte foliiert (unbekannt-0134-a).

Verlagsnummern 9099 [durchgestrichen]

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte braun, Tinte schwarzbraun, Tinte schwarz), Titel (Tinte braun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun, Tinte schwarz, Bleistift), Blatt-/Seitenzählung (Tinte schwarzbraun)
Schubert, Ferdinand Manuskriptnummerierung (Bleistift)
Anton Diabelli und Compagnie Werknummerierung (Tinte schwarzbraun), Sonstige (Tinte schwarzbraun), Stechereintragungen (Bleistift)
Spina, Carl Anton Besitzvermerk(e) (Tinte schwarzbraun), Hinweis(e) (Tinte schwarz), Sonstige (Tinte schwarz)
Carl Anton Spina [Verlag] Sonstige (Rötel), Stechereintragungen (Bleistift, Tinte rot)
Carl Anton Spina Stechereintragungen (Tinte schwarz)
unbekannt-0134-a Blatt-/Seitenzählung (Tinte rot)

Stempel

Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek I
Titel Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek I
Lokalisation Bll. 3v, 4v, 7v, 10v, 12v, 13r, 14v, 15v, 16r, 17v, 18v, 19v, 21v, 22r, 25v, 26v, 28v, 30v, 31v, 32r mittig, Bll. 5v, 29v, 33v mittig rechts, Bl. 6v unten links, Bl. 20r unten rechts, Bll. 23r, 24v unten mittig

Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek III
Titel Bibliotheksstempel der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek III
Lokalisation Bl. 1r mittig rechts, Bl. 2r unten mittig, Bll. 8r, 11r, 19r, 27r unten links, Bl. 9r unten rechts, Bl. 34v mittig

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung (A-Wn), Wien
Signatur Mus.Hs.27665
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition 4. November 1946

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis ca. 1830 Im Besitz von Ferdinand Schubert [?]
ca. 1830 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie
ca. 1852 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
ca. 1872 bis ca. 1876 Im Besitz von Friedrich Schreiber [Verlag] Wien
ca. 1876 bis ca. 1945 Im Besitz vom Musikverlag August Cranz Wien
ca. 1945 bis 4. November 1946 Im Besitz von Alwin Henry Cranz
Kommentar

Das Manuskript gelangte über die Nachfolgeverlage von Anton Diabelli in den Besitz von Alwin Henry Cranz, spätestens anlässlich der Teilung des Nachlasses zwischen Alwin Henry Cranz (Wien) und William Albert Cranz (Brüssel) im Jahr 1945/46. Bereits am 4. November 1946 wurde es von der Österreichischen Nationalbibliothek angekauft.

Notate

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

20.–30. Juni 1826

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit zahlreichen größeren Korrekturen, Ausstreichungen und Ergänzungen am Rand

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 1r oben rechts datiert und signiert: „20. Juny 1826 Frz. Schubert mpia“. Auf Bl. 9r, dem eingefügten halbierten Einzelblatt (T. 320–327), oben mittig: „Zur 18ten Seite.“

Fremdeinträge

diverse Stechereintragungen (u. a. verschiedene Taktzählungen, Seiteneinteilungen und Orientierungsbuchstaben)

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben links: „Quartetto.“

Datierungsangaben

Datum Position Text
20. Juni 1826 Bl. 1r oben rechts

„20. Juny 1826 Frz. Schubert mpia“

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

20.–30. Juni 1826

Beschreibung

Unter allen vier Sätzen zeigt der 2. Satz die gravierendsten Spuren einer späteren Durchsicht Schuberts, darunter ausgeführte oder nur begonnene Korrekturen und Ergänzungen mit Tinte und Bleistift sowie eine Markierung für eine spätere Umarbeitung, die dann ausblieb.

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 14v notierte Schubert ab T. 90 ff. mit Bleistift „in E“, offenbar um eine geplante Umarbeitung zu markieren, die dann ausblieb.

Fremdeinträge

diverse Stechereintragungen (u. a. verschiedene Taktzählungen, Seiteneinteilungen und Orientierungsbuchstaben)

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

20.–30. Juni 1826

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Ausstreichungen in sichtlich unterschiedlichen Tintenfarben

Eintragungen

Fremdeinträge

diverse Stechereintragungen (u. a. verschiedene Taktzählungen, Seiteneinteilungen und Orientierungsbuchstaben)

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 17v mittig links, unter den letzten Akkoladen des 2. Satz: „Scherzo“. Auf Bl. 19v mittig, direkt an die Schlusstakte des Scherzos anschließend: „Trio“.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

20.–30. Juni 1826

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit zahlreichen größeren Korrekturen, Ausstreichungen mit Bleistift und Tinte sowie Einfügungen und Ergänzungen am Rand

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 33v am Ende der Niederschrift: „Fine | 30. Juny 1826 | geendet.“ [Das Enddatum wurde offenbar nachträglich mit hellerer Tinte geschrieben.]

Fremdeinträge

diverse Stechereintragungen (u. a. verschiedene Taktzählungen, Seiteneinteilungen und Orientierungsbuchstaben)

Datierungsangaben

Datum Position Text
30. Juni 1826 Bl. 33v unten rechts

„Fine | 30. Juny 1826 | geendet.“

Literatur

  • Aderhold, Werner: Neue Schubert-Ausgabe. Serie VI: Kammermusik. Band 5. Streichquartette III. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1989, S. 71–76.
  • Aderhold, Werner: Neue Schubert-Ausgabe. Serie VI: Kammermusik. Band 5. Streichquartette III. Kassel: Bärenreiter 1989, S. XVIII–XX, 190–201.

Zitation

A-Wn, Mus.Hs.27665 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0134_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0134], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].