A-Wn, Mus.Hs.19491

Manuskript GM-0133
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

April 1828

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

A-Wn, Mus.Hs.19491

Material

Umfang 23 Blätter
Beschreibung

Ausgehend von der Wasserzeichenanalyse hat eine Autopsie vom Dezember 2025 eine von der Erfassung im KB VII/1,3 abweichende Lagenstruktur mit diversen Klebungen ergeben. Das Manuskript umfasst 10 Einzelblätter (entspricht im KB: Lage 1+2) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (im KB: Lage 3) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter mit 1 eingelegtem Einzelblatt (im KB: Lage 4) + 4 Einzelblätter (im KB: Lage 5). Zu einem Doppelblatt verklebt wurden: Bll. 1/4, Bll. 2/3, Bll. 5/9, Bll. 6/8, Bll. 20/23 sowie Bll. 21/22. Weiterhin ist Bl. 7 auf Bl. 8 geklebt, Bl. 10 auf Bl. 9 und Bl. 17 auf Bl. 18.

Bindung

in einen schwarz-grün marmorierten Umschlagkarton eingebunden

Zustand

Papier teilweise stark verschmutzt und fleckig

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Breite der Blätter reicht von 30,0–31,5 cm. Bl. 23v ist leer.

Manipulationen (autograph)

Schubert überklebte auf den Bll. 19v und 20r jeweils das 3. System zur Korrektur mit einem Papierstreifen.

Wasserzeichen

Name I-6
Vorkommen Bll. 1, 4
Name Typ I-6.B – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 2–3, 5, 9–10, 15, 19, 21–22
Name Typ I-6.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 6–8, 11–14, 16–18, 20, 23

Papier

Blätter 1–23
Format quer
Abmessungen 24 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 18,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierqualität

fest, undurchsichtig

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r unten mittig mit schwarzbrauner Tinte die Verlagsnummer von Anton Diabelli und Compagnie: „D. et C. No 3158“ und der Vermerk: „22 Platten“.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen von 1–23 mit Bleistift foliiert (unbekannt-0133-a) und von 1–45 mit Rötel paginiert (unbekannt-0133-b).

Titelblatt/Umschlag

Auf Bl. 1r mittig von Franz Schubert: „Fantasie | für’s Pianoforte zu 4 Händen“, weiter unten rechts: „Componirt von Frz. Schubert mpia | Aprill 1828“ [„Componirt von“ wurde wohl nachträglich mit hellerer Tinte ergänzt]. Unter dem Titel mit schwarzbrauner Tinte von Anton Diabellis Hand: „Op. 103“.

Verlagsnummern 3158

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarz), Titel (Tinte schwarz), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte schwarz, Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarz)
Diabelli, Anton Werknummerierung (Tinte schwarzbraun)
unbekannt-0133-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0133-b Blatt-/Seitenzählung (Rötel)
unbekannt-0133-c Titel (Tinte schwarzbraun), Werknummerierung (Tinte schwarzbraun)
Anton Diabelli und Compagnie Hinweis(e) (Tinte schwarzbraun), Stechereintragungen (Rötel), Noten (Bleistift)

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung (A-Wn), Wien
Signatur Mus.Hs.19491
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition 20. Mai 1898

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
ca. 1828 bis 8. April 1858 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie
8. April 1858 bis 25. November 1896 Im Besitz von Joseph Greipel
25. November 1896 bis 20. Mai 1898 Im Besitz der Pfarre St. Peter
Kommentar

Anton Diabelli hinterließ das Manuskript seinem Schwiegersohn Joseph Greipel, Regens chori in St. Peter, im dortigen Archiv. Nach dessen Tod ordnete der neue Regens chori Carl Rouland in den Jahren 1897/98 das Archiv der St. Peterskirche und fand dort diverse Handschriften Schuberts, darunter D 940, die schließlich am 20. Mai 1898 von der k.k. Hofbibliothek Wien angekauft wurden.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

April 1828

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit diversen Korrekturen, vor allem Rasuren

Eintragungen

autographe Einträge

Auf den Bll. 1v, 2r, 18r ergänzte Schubert jeweils Takte im letzten System durch Verlängerung der Notenlinien. Auf den Bll. 19v und 20r wurde jeweils das 3. System zur Korrektur mit einem Papierstreifen überklebt.

Fremdeinträge

Auf den Bll. 1v und 2r jeweils oben links mit schwarzbrauner Tinte die Angabe: „Schubert F. op. 103“ sowie vor der 1. Akkolade: „Fantasie.“ (unbekannt-0133-c).

Im gesamten Notentext zahlreiche Eintragungen und Zeichen mit Rötel für den Stich. Auf Bl. 13v im 2. System (T. 6) wohl im Zuge der Drucklegung entstandende Bleistiftkorrektur einiger Noten.

Kommentar

Die zwei Klavierstimmen sind getrennt notiert, um das gemeinsame Spielen aus einer Partitur zu erleichtern: jeweils auf den Verso-Seiten steht der „Secondo“-Part, auf den Recto-Seiten der „Primo“-Part.

Für eine Übersicht zur Verteilung der Takte auf die beiden Klavierstimmen und die einzelnen Blätter siehe KB (VII/1,3, S. 33–34).

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1v oben mittig „Secondo“, auf Bl. 2r oben mittig „Primo“.

Datierungsangaben

Datum Position Text
April 1828 Auf Bl. 1r mittig unten rechts

„Componirt von Frz. Schubert mpia | Aprill 1828“

Literatur

  • Litschauer, Walburga und Aderhold, Werner: Neue Schubert-Ausgabe. Serie VII: Klaviermusik. Abt. 1: Werke für Klavier zu vier Händen. Band 3. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2012, S. 32–35.
  • Litschauer, Walburga und Aderhold, Werner: Neue Schubert-Ausgabe. Serie VII: Klaviermusik. Abt. 1: Werke für Klavier zu vier Händen. Band 3. Kassel: Bärenreiter 2011, S. XI–XV.

Zitation

A-Wn, Mus.Hs.19491 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0133_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0133], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].