F-Pn, MS-276

Manuskript GM-0101
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt drei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0101.

Datierung

ca. 1815 bis 1816 [!]

Datierungskommentar

Dürr datiert die Niederschrift des zweiten Liederhefts für Goethe im Jahr 1816. Das Liederheft enthält keine autographen Datierungen, allerdings einige spätere Datierungen von fremder Hand (vom Februar, Juli, August 1815 sowie vom Mai 1816), die wohl auf das Kompositionsdatum bezogen sind.

Beteiligte Personen und Körperschaften

Material

Umfang 4 Blätter
Beschreibung

2 ineinandergelegte Doppelblätter, 1 Halbseite: Bl. „b/1 bis“ (an Bl. b/1 angeklebt)

ursprüngliche Bindung

geheftet

Bindung

Die Seiten wurden in einen von Eusebius Mandyczewski beschrifteten Umschlag (mit Titelangaben und Echtheitszertifikat) eingefügt und neu geheftet. Die hintere Umschlagsseite ist leer.

Manipulationen (autograph)

Auf Bl. b/1 ist unten rechts eine Halbseite (Bl. b/1 bis) mit 2 Akkoladen bzw. den 8 letzten Takten (recto) angeklebt.

Papier

Blätter b/1–4
Format quer
Abmessungen 23 x 29,5 cm
Rastralspiegel/TS 18,5 x 25,3 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

weißlich

Blätter b/1 bis
Format quer
Abmessungen 10,5 x 27 cm
Anzahl Notenzeilen 6
Papierzustand/-farbe

weißlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Oben und unten rechts auf dem Umschlag bzw. der Titelseite (r) Malherbes Zählung „9“.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen mit Bleistift von 1–4 foliiert (unbekannt-0101-h).

Titelblatt/Umschlag

Titel und Echtheitsbestätigung von Mandyczewski: „Der Gott und die Bajadere. | Nachtgesang. | Sehnsucht. | Mignon. | Gedichte von Goethe. | für eine Singstimme mit Clavierbegleitung | componirt | von | Franz Schubert. | Original-Handschrift.“ (r) „Die Echtheit dieses Autographs | bestätigt | Wien, Februar 1899. | Eusebius Mandyczewski“ (v)

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun)
Mandyczewski, Eusebius Titel (Tinte schwarzbraun), Zertifikat/Vidimation (Tinte schwarzbraun)
unbekannt-0101-b Stechereintragungen (Bleistift)
unbekannt-0101-c Datierung (und/oder Signatur) (Bleistift)
unbekannt-0101-h Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
Malherbe, Charles Manuskriptnummerierung (Bleistift, Blaustift)

Stempel

Besitzstempel Charles Malherbe
Titel Besitzstempel Charles Malherbe
Lokalisation Bll. b/1r, b/2r, b/3r, b/4r mittig links, Bll. b/1v, b/3v mittig, Bl. b/4v mittig rechts, Bl. b/1 bis (r und v) mittig, Titelblatt (r) mittig

Bibliotheksstempel des Conservatoire de Musique Paris I
Titel Bibliotheksstempel des Conservatoire de Musique Paris I
Lokalisation Bll. b/1r, b/2r, b/3r unten rechts, Bl. b/4r mittig links, Bl. b/1 bis (v) oben rechts

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Conservatoire National Supérieur de Musique (Paris), Bibliothèque (F-Pn), Paris
Signatur MS-276
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 5. Oktober 1911

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
1887 Im Angebot bei Josef Weinberger & Hofbauer Wien
3. Juni 1889 Versteigert bei J. A. Stargardt, Autographenhandlung (Auktionskat., Nr. 188) Berlin
Oktober 1898 Im Angebot bei Leo Liepmannssohn (Lagerkat. 24) Berlin
Frühestens 1. Februar 1899 bis 5. Oktober 1911 Im Besitz von Charles Malherbe (durch Vermittung von Eusebius Mandyczewski) Paris
Kommentar

Das Gesamtmanuskript (GM-0101) war im Besitz von Josef Weinberger & Hofbauer in Wien wahrscheinlich noch vollständig. Mandyczewski zufolge wurde es dann auseinandergeschnitten und stückweise verkauft. Über die Auktionshäuser J. A. Stargardt und Leo Liepmannssohn gelangte dieser Bestandteil durch Vermittlung Mandyczewskis an den Pariser Sammler und Archivar Charles Malherbe.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

ca. 1816 [!]

Datierungskommentar

Die Datierung stammt von unbekannter Hand und bezieht sich wohl auf das angenommene Kompositionsdatum.

Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen Reinschrift

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r und auf der angeklebten Halbseite Bl. b/1 bis ähnliche Stechereintragungen wie auf den Bll. a/1r–a/3r (unbekannt-0101-b). Auf Bl. b/1r oben rechts mit Bleistift datiert: „Aug 815“ (unbekannt-0101-c). Auf Bl. b/1r oben links und auf Bl. b/1 bis (v) unten rechts mit Bleistift Malherbes Zählung „9“.

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1r oben mittig: „Der Gott und die Bajadere.“

Datierungsangaben

Datum Position Text
August 1815 Bl. b/1r oben rechts

„Aug 815“

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

ca. 1816 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen Reinschrift

Eintragungen

autographe Einträge

Der Singstimme ist nur die 1. Strophe unterlegt, die Texte der Strophen 2 bis 5 stehen separat unter dem Lied. In der 2. Strophe ist die Wiederholung des Wortes „schlafe“ ausgestrichen.

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1v oben mittig: „Nachtgesang.“

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

ca. 1816 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen Reinschrift

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/2r oben mittig: „Sehnsucht.“

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Beschreibung

Schubert notierte lediglich Titel, Akkoladeklammer, Stimmen- und Tempobezeichnung sowie Schlüssel mit Vorzeichen und Taktbezeichnung in der Singstimme. Danach strich er alles sorgfältig durch, Dürr zufolge vermutlich, weil der Text von Claudius und nicht von Goethe stammt.

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/3r mittig unter der 1. Akkolade (Ende des vorausgehenden Liedes): „Der Zufriedene.“

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

ca. 1816 [!]

Datierungskommentar

Die Datierung stammt von unbekannter Hand und bezieht sich wohl auf das angenommene Kompositionsdatum.

Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen Reinschrift mit Korrekturen im Liedtext (T. 12) und auf Bl. b/4v in der Singstimme

Eintragungen

autographe Einträge

Der Singstimme ist für T. 1–18 nur die 1. Strophe unterlegt, die 2. Strophe ist auf Bl. b/4r im Anschluss an den Notentext notiert. Den Kehrreim in der 3. Strophe (T. 60ff.) hat Schubert nicht notiert, sondern analog der 1. Fassung durch „segni“ vor T. 19 und nach T. 59 sowie durch die Anweisung „D. C. al Segno“ bezeichnet. Der Text des Kehrreims folgt im Anschluss daran auf Bl. b/4v. Schubert verlängerte die Notenlinien in der Singstimme der 3. Akkolade auf Bl. b/4r.

Fremdeinträge

Auf Bl. b/3v oben rechts mit Bleistift datiert: „May 816“ (unbekannt-0101-c).

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/3v oben mittig: „Mignon.“

Datierungsangaben

Datum Position Text
Mai 1816 Bl. b/3v oben rechts

„May 816“

Literatur

  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 3. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1985, S. 209–210.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 7. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1977, S. 59–64.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 7. Quellen und Lesarten. Kassel: Bärenreiter 1979, S. 14–15.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 8. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2013, S. 233–234.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 9. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2014, S. 214.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 9. Kassel: Bärenreiter 2011, S. 286–287.

Zitation

F-Pn, MS-276 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0101_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0101], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].