A-Wst, MHc-63

Manuskript GM-0095
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

Frühestens Juni 1811 bis 26. Dezember 1811

Datierungskommentar

Das Lied hat eine autographe Datierung, der (ausrasierte) Entwurf muss davor entstanden sein.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-63

Material

Umfang 4 Blätter
Beschreibung

ein Doppelblatt, ein eingelegtes und ein anschließendes Einzelblatt

Bindung

Ein Einzelblatt ist eingelegt, das zweite ist angeheftet.

Lagenstruktur

Manipulationen (autograph)

Nachdem Schubert den Entwurf ausrasiert hatte, wendete er Bl. 4 und vertauschte recto und verso.

Wasserzeichen

Name Typ II-2.A – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–4

Papier

Blätter 1–4
Format quer
Abmessungen 23 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 18,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben (die Einzelblätter auch links)

Papierzustand/-farbe

hellbraun

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r oben rechts (unterhalb der Datierung) mit schwarzbrauner Tinte Ferdinand Schuberts charakteristische Zählung „2“.

Auf Bl. 1r oben links mit Rötel Anton Diabellis Zählung „2“.

Auf Bl. 4v oben rechts mit Bleistift: „244 | 1194“ (unbekannt-0095-a).

Lagenzählung/Paginierung autograph

Oben rechts auf Bl. 1r und 4v nummerierte Schubert mit Bleistift die Lagen „27“ und „28“ (teils überschrieben). Diese hohen Zahlen in der Lagenbezeichnung lassen vermuten, dass die Blätter ursprünglich zu einem größeren Manuskript gehörten, möglicherweise zu Der Spiegelritter D 11 (vgl. GM-0186_BT-b).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen von der Wienbibliothek im Rathaus von 1–4 foliiert.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun, Bleistift), Titel (Tinte schwarzbraun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Sonstige (Tinte schwarzbraun), Lagenzählung (Bleistift)
Schubert, Ferdinand Manuskriptnummerierung (Tinte schwarzbraun)
Anton Diabelli und Compagnie, Mitarbeiter:in Manuskriptnummerierung (Rötel)
Wienbibliothek im Rathaus, Mitarbeiter:in Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0095-a Sonstige (Bleistift)

Stempel

Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek I
Titel Bibliotheksstempel der Wiener Stadtbibliothek I
Lokalisation Bll. 1v, 3v, 4v unten rechts

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-63
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis 29. November 1829 Im Besitz von Ferdinand Schubert
29. November 1829 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie
ca. 1852 bis mindestens 1865 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
Frühestens 1865 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba

Notate

Notat-Differenzierung

Vor der Niederschrift von D 10 hatte Schubert das Papier zunächst für Skizzen verwendet, die er dann ausrasierte.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

26. Dezember 1811

Datierungskommentar

autographe Datierung

Mit der Datierung überschrieb Schubert seine Lagennummerierung.

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 4r unte rechts nach dem Schlussstrich: „Fine.“

Kommentar

Schubert verwendete sichtlich unterschiedliche Federn und Tintenfarbe für die Niederschrift. Aus Platzgründen verlängerte er auf Bl. 3v die Notenlinien der 1. Akkolade mit Bleistift über das Rastral hinaus. Auf Bl. 4r ist eine zunächst mit Bleistift geschriebene, dann ausradierte Akkoladenklammer zu erkennen.

Titel/Kopftitel

Bl. 1r oben mittig: „Der Vatermörder.“

Datierungsangaben

Datum Position Text
26. Dezember 1811 Bl. 1r oben rechts

„Frz. Schubert. Den 26. December 1811.“

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Juni 1811 bis spätestens 26. Dezember 1811

Datierungskommentar

Der ausrasierte Entwurf ist zweifellos vor der vom 26. Dezember 1811 datierten Niederschrift des Liedes D 10 zu datieren.

Eintragungen

Kommentar

Schubert rasierte diesen Entwurf fast vollständig aus, so dass heute auf Bl. 4v nur noch Taktstriche deutlich zu erkennen sind. Bei genauerer Untersuchung sind auch weitere Eintragungen lesbar (für eine Rekonstruktion der Skizze siehe KB II/11, S. 35). Aufgrund motivischer Ähnlichkeit mit der Ouvertüre D 26 ist nicht abschließend zu klären, ob die Skizze wirklich mit D 11 in Zusammenhang steht.

Literatur

  • Deutsch-Verzeichnis² (1978), S. 12.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 6. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1972, S. 27–29.
  • Loy, Felix: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 11. Der Spiegelritter. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2024, S. 34–35.
  • Loy, Felix: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 11. Der Spiegelritter. Kassel: Bärenreiter 2023, S. XIV–XV.

Zitation

A-Wst, MHc-63 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0095_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0095], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].